Holzspielzeug von Oberndörfer Holzspielzeug

Holzspielzeug - Die Entwicklung von Oberndörfer Holzspielzeug

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Kinderküche Wir verwenden nur die besten Hölzer für unser Holzspielzeug wie Buche, Ahorn oder Birke alternativ aber auch verschiedene Nadelhölzer. Die von uns verwendeten Lacke sind alle auf Wasserbasis und somit für Kinder unbedenklich. Bei der Herstellung unseres Holzspielzeug entstehen keine umweltbelastenden Nebenprodukte.

Alle unsere Produkte sind CE-geprüft und erfüllen die strengen Auflagen der europäischen EN71-Norm.

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Einkaufswelt
Holzspielzeug - dieses natürliche Spielzeug aus einem regenerierbaren, wertvollen Rohstoff wird in Kinderzimmern rund um die Welt eingesetzt und bewährt sich täglich in der Kindererziehung. Holz hat eine angenehme warme Oberfläche. Gutes Kinderspielzeug entfaltet die Persönlichkeit und weckt die Kreativität eines Kindes ohne Lerndruck. Gutes Holzspielzeug sorgt für Spannung, Spiel und Spas, gibt Kraft und Selbstvertrauen und fördert die allgemeine Entwicklung des Kindes. Es unterstützt die Auffassungsgabe, die Kommunikation, Bewegungsabläufe und Reflexe und selbst den Gleichgewichtssinn (z.B. wie bei einem Laufrad). Lassen Sie sich durch unsere Erfahrung leiten und geniesen unsere neuen Designkreationen.













Holzspielzeug - die Geschichte und Entwicklung von Holzspielzeug

Nirgendwo auf der Welt sind die Freunde des Holzspielzeugs so zahlreich anzutreffen wie in Deutschland und in österreich. So ist es auch nicht verwunderlich das die masgebliche Entwicklung und Entstehung des Holzspielzeuges in Mitteleuropa stattgefunden hat. Holzspielzeug hat bereits eine sehr lange Geschichte hinter sich und ist tief in der Tradition im Mittelalter verankert. Jahrhunderte lang war Holzspielzeug nahezu das einzige Spielzeug unserer Kinder, abgesehen von Stoffpuppen und Figuren. Die Eltern schnitzten sich ihre Spielzeuge entweder selbst oder kauften Sie bei fliegenden Spielzeughändler, die ihre Ware meist in Mitteldeutschland oder im Grödner Land bezogen haben. Die masgebliche Entwicklung dieses Kunsthandwerkes fand somit hauptsächlich in Deutschland statt. Natürlich gab es auch auf anderen Kontinenten viele verschiedene Naturvölker die ebenfalls viele einfache Holzspielzeuge aus Holz für Ihre Kinder fertigten. Nirgends, auser in Mitteleuropa, wurde diese Kunst professionell weiterentwickelt und ausgebaut.

Der Durchbruch des Holzspielzeug kam im Mittelalter ca. im 16. Jahrhundert. Es gibt aber auch Funde in der Stadt Nürnberg aus dem 15. Jahrhundert die bereits auf Aktivitäten davor schliesen lassen. (Entdeckung von ritualisierten Schenk- und Spielfiguren). Hier entwickelten sich im Laufe der Jahre, in bestimmten Städten, klassische Handwerker wie z.B Holzdrechsler oder ähnliche Holzberufe, zu Spielzeugmachern. Diesen gefiel der neue Geschäftszweig des Spielzeugmachens und man merkte schnell das sich hier Geld verdienen läst.
In der damaligen Sprache wurden diese Spielzeugmacher umgangssprachlich "Dockenmacher" genannt. Anfangs waren es sehr einfache Spielzeuge, diese wurden im Laufe der Zeit immer ausgereifter, so das sich diese Branche schnell zu einem angesehenem Kunsthandwerk entwickelte.
Diese "Kunst" war zu dieser Zeit nur für gut bürgerliche Kreise wie z.B. für betuchte Kaufleute oder für den Adel erschwinglich. Die breite Masse der Bevölkerung konnte sich diesen Luxus zu diesem Zeitpunkt noch nicht leisten.

Zum Mittelpunkt des Spielzeugshandels entwickelte sich im 16.-17. Jahrhundert die Stadt Nürnberg. Nürnberg hatte aufgrund des Freiheitsbriefs von Kaiser Friedrich II., der den Nürnberger Geschäften Zollerleichterungen bzw. Zollfreiheiten garantierte, viele Vorteile für die die gute Handelsentwicklung der Stadt sorgten. Die Stadt lag geographisch gesehen sehr günstig, da sie an einem wichtigen Kreuzungspunkt von mehreren Handelslinien in Europa lag. Somit hatte man guten "Publikumsverkehr" der denn Handel ebenfalls stark begünstigte.
Im Laufe der Zeit ca. 18. Jahrhundert bildeten sich viele verschiedene Spielzeugarten von Spielzeugmachern die sich in folgende Kategorien gliedern lassen :

Holz : Puppenbetten, Puppenschränke, Puppenhäuser, Puppenküchen, Steckenpferde, Windräder
Ton, Stein : Ton- und Glasmurmeln
Zinngieser : Zinnsoldaten, Figuren, Puppengeschirr, religöses Spielzeug
Messinggieser : Maultrommeln, Blechklappern, Schellen
verschiedenes Metall: Puppenküchen, Häuschen, Zubehör - erste gefertigte Metallspielwaren
Papiermaché-Hersteller: Papiermaché Puppen, Wickelkinder/Puppenköpfe, Maskenherstellung, Osterlämmer
optische Spielzeuge im 18. Jh.: Guckkasten (räumlich Tiefenbild aus verschiedenen Einzelstücken), Bilder auf einer Glasplatte hinterleuchtet, ebenso bunte Fenster, leuchtender Mond uvm.), laterna magica (Projektion durchscheinender Bilder mit Spiegel und Linse)
Papier/Pappe : hauptsächlich Bücher wie ABC-Bücher, Jugendbücher sowie ebenfalls Jugendkalender, Bilderbögen mit verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Inhalten, Papiertheater sowie Ausschneide- und Ankleidepuppen
Karten : seit der Erfindung des Holzdruckes kam es einem Boom in der Kartenproduktion, Nürnberg wurde eine führende Stadt in der Spielkartenherstellung in Deutschland.

Nürnberg und die Salzburger Exulanten

1735 kam es zum Zuzug von Exulanten aus dem "Salzburger Land" nach Nürnberg und Umgebung, 14 Emigrantenfamilien sind allein in Altdorf (bei Nürnberg) ansässig geworden, andere in der Vorstadt Wöhrd, die "Salzburger" waren wegen ihres protestantischem Glaubens aus dem Salzburger Gebiet vertrieben worden, kamen vor allem aus Berchtesgaden (Schnitzer, Drechsler und Schachtelmacher)
deren Erzeugnisse (u.a. mit bunter Leimfarbenmalerei) waren den Nürnberger Kaufleuten bereits bekannt, die "Salzburger" bedrängten durchaus die einfachen Spielwarenfertiger Nürnbergs, doch litten sie wie alle unter der allgemeinen Entwicklung (Preisdruck, Holzknappheit usw.) - die "Altdorfer Leier" (Klingkästchen bzw. Klimperkästchen) gehörte zum typischen Prouktionsprofil - um 1796 wurden in Altdorf noch 8 Schnitzer, 6 Drechsler und 2 Schachtelmacher gezählt - die Anzahl der Hersteller ging in nach 1800 zurück

Tradition Ob. Salzburger Land

Entwicklung des 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts der mittleren Erzgebirgsregion zu dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen die Architektur und die sozioökonomischen Strukturen einer Landschaft, in der Spielzeugmacher und viele andere holzverarbeitende Berufe dominieren. AUSGANGSPUNKTE für die Entstehung einer Spielwaren-Herstellung im Sinne der unikaten bzw. seriellen Produktion waren u.a. Lehr- und Erprobungsmodelle für Kinder adliger oder bürgerlicher Kreise (zumeist in unikater, kunsthandwerklicher, künstlerischer Form) Miniaturen als modellhafte Darstellungen bzw. als kunsthandwerkliche Einzelstücke mit Repräsentationsfunktion Belegstücke der Zünfte für die eigene Leistungsfähigkeit (Spielwert mitunter gering) ökonomisch dringend notwendige Ergänzungs- bzw. Ersatzproduktionen in ländlichen Regionen (mitunter auch im städtischen Bereich) - dabei waren Holz, Textilien aber auch Leder oder Glas die verbreitesten Materialien für die sich ab dem 17. Jahrhundert in Mitteleuropa herausbildende serielle, hausindustrielle Spielzeugmacherei holzverarbeitende Zentren entstanden besonders in Mittelgebirgen und im Alpenraum, wo ursprünglicher Holzreichtum bzw. ländliche Verbundenheit mit dem Werkstoff Holz eine Spielwarenproduktion begünstigten, zumeist mit Berührungspunkten zur bodenständigen Volkskunst

Trachant, Pappenzeug (Papiermaché), Alabaster, Wachs(bossierer) oder Holz

Nürnbergs Spielzeugproduktion lief lange Zeit "zweigleisig":
billiges Mengenspielzeug von verschiedenen, nicht zunftorganisierten Anbietern Exklusivware in der Einzelfertigung für Patrizier und Fürstenhöfe (Kunstschlosserei, mechanisierte Schaustücke, Exklusiv-Puppenhäuser im Masstab, hier verwischten Grenzen zur Kunst) Handelsmetropole Nürnberg Nürnberger Spielzeughändler bezogen im 17. bis zum 19. Jh. Spiel-Waren aus verschiedenen Erzeugergebieten in ihr Sortiment ein, zumeist waren es hölzerne Dinge aus hausindustrieller Fertigung, so wurde Nürnberg seit dem 18. Jh. gleichsam eine (die) Sammelstelle von Ideen, Produkten und Neuerungen Konkurrenzkampf und die Monopolstellung der Nürnberger (und anderer) Händler gestaltete sich zumeist über die Breite des Angebotes und das Preis-Leistungsverhältnis (Wohlfeilheit), nach dem Motto: dort wird produziert, wo es am billigsten hergestellt werden kann weitläufiger Handel lies die ursprünglichen Eigenarten der Regionen vermischen und mitunter verschwinden, Nürnberger Händler liesen mit ihrem Handeln möglichweise die Herstellerkonkurrenz in anderen Gegenden erstarken, um hier billiger einkaufen zu können Hieronimus Georg Bestelmeier (Nürnberg) "Magazin von verschiedenen Kunst- und anderen nützlichen Sachen..." 1803 (Neudruck Zürich 1979, herausgegeben von Theo Gantner); erster umfangreicher, bebilderter Warenkatalog, bei dem Spielzeug im Mittelpunkt stand, wohl mit bestem überblick über Spieldinge um 1800, differenziertes Angebot an Massenproduktion und kostbaren Einzelprodukten, zugehörige Produktbeschreibungen geben Zugang zu Preisen, Details und den Verwendungszweck ein Rückgang der Holzspielzeug-Herstellung in Nürnberg war mit dem beginnenden 19. Jh. zu verzeichnen, die erstarkenden Spielwaren-Verleger in Thüringen (Sonneberg) und im Erzgebirge übernahmen um 1850 mehr und mehr die Vorherrschaft im Bereich des Holzspielzeuges

Exkurs: technische Spielwaren des Nürnberger Raumes
- bereits das Musterbuch von Bestelmeier hat um 1803 einen ersten überblick über handwerklich gefertigtes Blechspielzeug gegeben: Pumpbrunnen, Schwan mit Magnetstab, englische Kutsche, aufgezogen selbstfahrend, durch Uhrwerk laufendes Eichhörnchen usw. - Mechano-optisches und elektrisches, magnetisches Spielzeug, neben der Unterhaltung waren die Dinge auch zum Experiment und zur Belehrung gedacht
- 1861 wurde die Nürnberger Firma J.M.Ismayer für magnetische Spiele ausgezeichnet: ..die mechanischen Schwimmfiguren sind hohl und wasserdicht, aus dünnem Messingblech gefertigt und durch ein eingesetztes, magnetisch gemachtes Eisenstäbchen mit der Eigenschaft ausgestattet, dem Magnet zu folgen (an der Schnur oder Angel)
- 1851 waren unter den 195 Nürnberger Spielwarenherstellern lediglich zwei Blechspielwarenhersteller zuzüglich 17 "Fabrikanten von artistischem und mechanischem Spielzeug" - damit 19 "Blech-Firmen" zu finden;
- um 1900 Expansion und Konzentration zugunsten der grosen (Industrie) Betriebe (Bing, Carette, Fleischmann, Abbildung Schoenner), für Nürnberg kam es zwischen 1907 und 1925 zu einer Verdopplung der beschäftigten Personen, aber zu keiner Vermehrung der Betriebszahlen
- die meisten gröseren Betriebe schlossen sich 1912 der "Vereinigung der Spiel- und Metallwarenfabrikanten und verwandten Geschäftszweige von Nürnberg-Fürth und Umebung e.V." an, um gemeinsame Produktion und Preisgestaltung zu bewirken Hallein (Salzburger Land)

Hallein, eine durch den geografischen Standort und reiche Salzvorkommen emporgekommene Gemeinde und wichtiger Industriestandort des einstigen Erztstiftes Salzburg, entwickelte Ende des 17. Jh. ein aufstrebendes Zweitgewerbe, die Verarbeitung von Baumwolle - vorrangig im Verlegersystem. Um 1750 muste durch Zoll- und Absatzprobleme ein Beschäftigungsprogramm neue Erwerbsquellen erschliesen. So entstand in Hallein die Holzwarenfabrikation; ein bedeutsamer Produzent wurde nach 1800 die "Kaiserlich königlich privilegierte Holzwaren-Fabrik Companie in Hallein". Das Sortiment, mit dem auch gehandelt wurde, war breit gefächert: Spanschachteln, mit Stroh eingelegte Artikel, Musikinstrumente und unrer dem Spielzeug verchiedene Klappern, Kinderküchengeschiurr, Tierfiguren, Blasbalgvögel, Ratschen, Trompeten, klingende Wagen mit Pferden, Tanzdocken, Scheberdocken, bemalte Fatschenkindl, Hühnersteigen, Grillhäusl, Steckenpferde, Soldaten, Kegelspiele, Schach, Dame, Pfeifen usw. Musterblätter um 1830 geben Zeugnis von Vielfalt und Eigenart. Auffällig sind dabei ähnlichkeiten zu Berchtesgadener oder zu Grödener Formen. Ein typisch böhmisches Motive, der Stelzenvogel, wurde auch in Hallein (und Berchtesgaden) gefertigt. Klimperkästchen Halleiner Produktion ähnelten denen des Erzgebirges. Eine Spezialiät wurden fein ausgeführte Kutschen, vor 1900 Pferde-Tramways und schlieslich Automobile. Eine der letzten Hersteller, die Oedlsche Fabrik, stellte Ende der 1920er Jahre die Produktion ein. Exkurs: Die Wiener Werkstätte In den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. wurden in Wien, besonders in der "Wiener Werkstätte" neue (Holz)-Spielzeuge entwickelt. Die dortige Denk- und Arbeitsweise war verbunden mit den Inhalten des Jugendstils, mehr noch aber mit kunsterzieherischen Bestrebungen, so z.B. um alte Formen des Volksbrauchtums, vergessene Techniken und Materialien für "neues" Spielzeug wieder zu entdecken. Gemeinsam mit Schülern der Wiener Kunstgewerbeschule entstanden die Kinderphantasie und kindliches Spiel anregende Baukästen, Aufstellspielzeuge oder Puppentheater.

Viechtau (Oberösterreich)
In der oberösterreichischen Region des Viechtau mit den Orten Kufhaus, Traunkrichen, Altmünster und Reindlmühl, gehen früheste Nachrichten über Drechsler und Holzhandwerker auf die Mitte des 17. Jh. zurück. Vermutet wird, das durch Tauschhandel mit Berchtesgaden die Spielwarenherstellung aufgekommen ist. Unter den generationenlang unter ärmlichsten Bedingungen existierenden Herstellern wurden u.a. Spaltwarenarbeiter (Schaffel- und Schachtelmacher), Drechsler und Dreher sowie Spielwarenschnitzer unterschieden. 1882 waren von 755 Personen in der Holzwarenfertigung allein 446 mit dem Spielzeugmachen beschäftigt. Typische Erzeugnisse, den einfachen Berchtesgadener Dingen ähnlich, waren Ratschen, Schiebe- und Radeltruhen für Kinder, Pferde, Reiterlein Lämmer und Vögel, Docken und Figuren, Wiegen, Trompeten, Pfeifen usw. Nach dem Ersten Weltkrieg orientierte man sich zunehmend auf Souvenirtartikel - eine Qualitätsabfall beim sigenannten "Edelweis-Kitsch" soll deutlich gewesen sein. Zwischen 1938 und 1960 bestand eine "Genossenschaft" in Gmunden, deren traditionelle Erzeugnisse besonders für Volkskunstinteressierte gedacht waren.

Gröden (Südtirol)
Ausführliche Schildungen der Spielwarenfabrikation existieren kaum vor 1800. Ein Ausgangspunkt dürfte die im zirbenreichen Dolomitental gepflegte Bildschnitzerei gewesen sein. Ein Anwachsen der Tierschnitzer und Spielwarenmacher war zwischen 1750 und 1780 von 50 auf 300 zu verzeichnen (oft noch Nebenberuf). Dekrete zum Schutz der Zierbelkiefer, dem Hauptschnitzmaterial, bedrängte die unkontrollierte Ausweitung des Gewerbes. Ein entwickeltes Hausiererwesen vollzog den Warentausch, Einflüsse von Berchtesgaden oder Nürnberg blieben wohl nicht aus (Mustertausch). Im 19. Jh. formierten sich viele Haupterwerbler, die in der Form der Hausindustrie und in gewisser Weise auf bestimmte Produkte spezialisiert, ein umfangreiches Sortiment füllten (ca. 500 Spielzeugmuszer). Zumeist waren es jedoch roh belassene Spielzeuge, sogenannte weise Ware, die bis etwa 1820 mit der Kraxe nach Oberammergau zum Bemalen getragen wurden. Ein Hauptartikel wurden bewegliche Holzgelenkpüppchen - Dutch dolls - die durch Arbeitsteilung zur billigsten Massenware geriet. Handelsgrösen je Bestellung in mitunter 1000 Gross (144.000 Stück) zeigen die gewaltigen Produktionsmengen. Ende des 19. Jh.sank das Interesse am einfachen Grödener Spielzeug. Es kam zur Umstellung auf Andenkenware und religiöse Schnitzerein. Das Ende einer speziellen Grödener Holzwarenfabrikation vollzog sich nach dem 1. Weltkrieg.

Berchtesgaden
In Berchtesgaden, südlich Salzburgs gelegen, soll der überlieferung nach schon 1130 das Schnitzen beheimatet gewesen sein, im 14. Jh. offensichtlich als zweiter Erwerbszweig neben dem Bergbau. Eine Handwerksordnung von 1535 belegt die Holzwarenfertigung. Der Hausierhandel übernahm (aufgrund der Abgelegenheit) die ersten umfangreichen Lieferungen, es folgte das Verlagswesen mit Niederlassungen in den grosen europäischen Handelszentren, u.a. Wien oder Venedig. Ein Teil des Spielzeuges entstand als sogenannte Grobschnitzerei, Spezialitäten brachten zugleich Drechsler und Schachtelmacher hervor. Im Jahr 1652 zählte die Fürstprobstei Berchtesgaden etwa 5000 Einwohner; als Meister waren u.a. 22 Böttcher, 18 Löffelmacher, 18 Schaffelmacher, 28 Pfeiffenmacher, 34 Spielzeugschnitzer, 111 Schachtelmacher und122 Drechsler eingetragen. Typisch seit dem 19. Jh. waren u.a. Bergparaden, "Hühnerwagrl", Hoheitskutschen, das Pfeifenröslein, bunt dekorierte Steckenpferde, Fatschenpuppen sowie Hampel- und Zappelmänner. Die Vertreibung Berchtesgadener Protestanten (1733) und neu entstandene Zollschranken erschwerten den Absatz, so das Berchtesgaden gegenüber Thüringen und dem Erzgebirge an Bedeutung verlor. Bereits 1840 (1858) nahm eine Industrie- und Zeichenschule zum Zwecke der Förderung und Bildung ihren Betrieb auf. Unterricht im Zeichnen, Modellieren, Schnitzen und Drechseln sollte die Qualität der Waren erhöhen, neue Muster der Schule ergänzten die Traditionsprodukte. Ein genossenschaftlicher Zusammenschlus (seit 1945) betreute einzelne Hersteller und den Verkauf. Warenkataloge Ende der 1950er Jahre vermerken noch 43 Familien mit ca. 270 verschiedenen Artikeln (1981: 32 berufliche bzw. auch nebenberufliche Personen). Der Rückgang dieser Handwerksarbeiten vollzog sich leider bis heute, vieles versteht sich nur noch als Souvenirproduktion.

Oberammergau
Zur Spielzeugherstellung kam es als Neben- und Nachfolge der religiösen Schnitzerei. Wurzeln mögen durchaus ins 16. Jh. zurückreichen. Wirtschaftlich bedeutsam war die Spielware vom späten 18. Jh. bis um 1900. Bedeutsam war der Umstand, das Oberammergau hervorragende Kenntnisse in der farblichen "Fassung" hölzerner Artikel besas. Aus Gröden, aber auch von anderswo her, kamen noch bis weit ins 19. Jh. hinein ungefaste Artikel zum Bemalen nach Oberammergau. Als repräsentativ für das Sortiment werden immer wieder geschnitzte figürliche Szenen, Hampelmänner, Fatschenpuppen mit beweglichen Armen oder andere bewegliche Spieldinge, wie Schaukeln, Karussels aufgezählt. Ein ausgedehntes Hausiererwesen hat mit der Kraxe den Vertrieb besorgt.

Thüringen/ Sonneberg
1200 Burg Sonneberg, 1349 Stadtrecht für Ort; 1572 kommt südöstliches Vorland vom Thüringer Wald zum Fürstentum Coburg, 1735 an die Herzöge von Sachsen-Meiningen --> daher Meininger Oberland; Sonneberger Welthandel begann im 18. Jahrhundert mit strategisch wichtigem Produkt: Feuerstein - für Steinschlossgewehre und Feuerzeuge, daneben Schieferver- und bearbeitung, Wetzsteinherstellung und Wetzsteinhandel AUSGANGSPUNKT

Sonneberg war Knotenpunkt zweier Fernhandelsstrase: Nürnberg-Erfurt, Nürnberg-Leipzig, so dass seit dem 15. Jh. für das Sonneberger Gebiet der Fernhandel von Bedeutung war > Nürnberger Händler vertrieben Sonneberger Holzwaren mit, neben Haushaltsgegenstände auch Spielzeug - aber Sonneberger Händler "sprangen auf den Nürnberger Zug auf", bereits 1780 waren in Sonneberger Händlerlisten die Produkte aller europäischen Spielwarengebiete vertreten; früheste Hinweise auf Sonneberger Spielzeugfertigung sind leider spärlich und ungenau
Bedingungen für den Beginn:

für die Zeit um 1650 werden früheste Produkte angenommen Holzreichtum, notwendiger bäuerlicher Nebenerwerb Handel brachte Anregungen und Absatz (Händler brachten Muster mit, lieferten u.a. Salzburger Volksspielzeug Vorlagen) nach dem 30jährigen Krieg nahmen Sonneberger Händler den Vertrieb selbst in die Hand (Hausiererwesen, später Verlagswesen) Einsatz und Ausbau von Zusatz- und Ersatzmaterialen und Entwicklung eines eigenen Duktuses über das "Bossieren", später Besonderheiten durch die Massedrückerei BELEGE in Beschreibung des Obergerichts Sonneberg 1735: es gäbe "Mahler" die den Händlern allerlei hölzerne Kinderwaren anstreichen würden...selbst z.T. handeln würden... Nähkästchen, Köfferchen, Degen, Pistolen, Pfeifen, Geigen, Kegelspiele, Nusbeiser, Klappern, Dockenpuppen, Kuckucke, Schnurren (Ratschen)... Transportlisten von Fuhrleuten für die Zeit um 1752-1787 verweisen auf Vögel, Pferde auf Brettern oder Rädern, Musikinstrumente, Tanzdocken, Windmühlen, Frachtwagen... in Sonneberg war seit 789 im "Grosen Handelsprivileg" die Trennung zwischen Handel und Herstellung festgeschrieben (Privileg für etwa 30 namentlich genannte Sonneberger Händler auch ein Schutz gegenüber auswärtigen Händlern) - Ausbau des Verlagssystems mit hausindustrieller Struktur und Abhängigkeit

Odenwald
Spielzeug-Pferde ("Odenwälder Gäulchen") machte diese bestimmte Art der Pferdegestaltung bekannt, ganz gleich ob es ein Ziehpferd auf Rollen oder ein Schaukelpferd ist. Merkmale sind ein walzenförmiger, gedrechselter Körper, hineingesteckte, nicht mit Masse anmodellierte, brettchenartige Beine und eine dekorative Bemalung in der "Musterung" eines "Apfelschimmels". Im 20. Jh. erfolgte diese "Bemalung" in der Art der Schablonenspritzerei. Eine technologische Besonderheit ist die Fertigung der Beinchen, die aus einem gedrechselten Rundholz gespalten werden. Rhön
Obwohl die Rhön seit dem 16. Jh. ein sehr dichtes "Holz-Schnitzgebiet" war - Hausgeräte, Holzmodel, Lebkuchenformen, Peifenköpfe, Figürliches - nahm die gewerbliche Spielwarenfertigung nur einen geringen Platz ein. Versuche gab es, so nach 1850 unter Anleitung der Schnitzschule Bischofsheim mit einfachen Spielzeugtieren. Um 1900 wurde auf Drängen und mit Unterstützung des Spielwarenverlegers Meinel aus Kissingen die Produktion von Spielzeugtieren aufgenommen - unter Meinels Verlagsarbeit besonders in der Ortschaft Sandberg bis 1912. Die Qualität war auserordentlich hoch, besonders bei den naturbelassenen Pferdegespannen (mit Korbarbeiten/ mit Rohrarbeiten verbunden) und den exotischen Tiersortimenten. 1920 versuchte Schnitzmeister Gustav Möller fahrbare Spielzeugtiere abzusetzen. Unter dem Einflus Tiroler Schnitzereien soll es im Gebiet von Empfertshausen Versuche gegeben haben, mit dem Schnitzeisen "gestochene" Spielzeugtiere anzufertigen. Zu den älteren Rhöner Schnitzereien zählen auch Wackelfigürchen, bei denen der Kopf und oft der Unterkiefer beweglich ausgeführt waren. Der Spielwert (für Kinder) darf allerdings bezweifelt werden.

Auch in Thüringen, im Sonnenberger Raum, wurde seit dem 17. Jahrhundert Holzspielzeug hergestellt. Des weiteren wurden auch Puppen, Degen, Pistolen, Nussknacker und Kegelspiele aus Holz produziert. Dieses Holzspielzeug war aber gröstenteils den Kindern adliger und bürgerlicher Kreise vorbehalten. Die anderen Kinder mussten sich mit Natur- und Gebrauchsgegenständen zufrieden geben, welche nicht ursprünglich für das Kinderspiel existierten oder hergestellt wurden. Die ersten Produktionsplätze von Holzspielzeug entstanden besonders in den Mittelgebirgen und im Alpenraum, wo ursprünglich Holzreichtum bzw. ländliche Verbundenheit mit dem Werkstoff Holz eine Holzspielzeug-Produktion begünstigte. Ein kurzes Intermezzo gab dann das Blechspielzeug, bis in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Kunststoffspielzeug seinen Siegeszug antrat. Weder Blech noch Kunststoff konnten das Holzspielzeug allerdings ernsthaft bedrohen. Es gehört heute genau so selbstverständlich in jedes Kinderzimmer, wie Kunststoffspielzeug und Elektronik. Erst seit Anfang des 20. Jahrhundert wird das Holz Bis heute ist Nürnberg ein zentraler Punkt für die Spielzeughändler. Hier findet allährlich, eine Woche lang die gröste Spielzeugmesse der Welt statt. Hier treffen sich die kleinen und grosen der Branche und stellen Ihre neuen Produkte vor.

Interessante Links zu Spielzeugmuseum. Dort kann man sich die Geschichte und die Entwicklung des Holzspielzeug oder der Puppen live anschauen.

Spielzeugmuseum Seiffen
Spielzeugmuseum Rothenburg
Spielzeugmuseum Schweiz
Schloss-Museum
Puppen-Spielzeug-Museum Schweiz
Spielzeugmuseum Trier
Deutsches Museum
Spielzeugmuseum Nuernberg

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Oberndörfer Holzspielzeug steht für modernes und hochwertiges Holzspielzeug und Puppen.
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